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Modellprojekt: „Diversity-orientierte und partizipative Entwicklung der Suchtprävention und Suchthilfe für und mit Migrant*innen“

Modellprojekt

PaSuMi ist ein Modellprojekt der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH), wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert und von 2017 bis 2019 in enger Zusammenarbeit mit acht lokalen Einrichtungen umgesetzt.

In allen beteiligten Einrichtungen wird ein eigenständiges Projekt umgesetzt, in dem die (Weiter-) Entwicklung von Maßnahmen der selektiven und/oder indizierten Suchtprävention und Suchthilfe für und mit Migrant*innen initiiert, gefördert und evaluiert wird.

PaSuMi bei Fixpunkt

Die primäre Zielgruppe des Projekts sind junge Männer, die aus afrikanischen Ländern stammen und deren Lebensmittelpunkt der Görlitzer Park ist. Ein Großteil der Zielgruppenangehörigen konsumiert regelmäßig Cannabis, einzelne konsumieren auch Alkohol und andere psychoaktive Substanzen.

Anknüpfend an bereits bestehende, aufsuchende Fixpunkt-Angebote im Görlitzer Park und Umgebung werden im Rahmen des PaSuMi-Projekts selektiv-indizierte Maßnahmen der Suchtprävention/-hilfe und Gesundheitsförderung partizipativ (weiter-) entwickelt, konzeptualisiert und umgesetzt.

Während den mobilgestützten Vor-Ort Einsätzen stellen derzeit zwei Haupt-Peers Kontakt zur Zielgruppe her, sie leisten Beziehungsarbeit sowie Sprach- und Kulturmittlung. Dadurch wird ein niedrigschwelliger Zugang geschaffen, die Beziehungsqualität wird verbessert und die Angebots-Reichweite erhöht sich. Die Peers begleiten bei Bedarf zu weiterführenden Hilfsangeboten und übernehmen die sprach- und kulturmittelnden Aufgaben in Zusammenarbeit mit Fachkräften der Sozialarbeit/Medizin.

Suchthilfemaßnahmen zur Verbesserung der Lebenslage und zur Erhöhung der Verwirklichungschancen geflüchteter Menschen in Verbindung mit suchtpräventiven Kurzinterventionen werden peergestützt entwickelt, modellhaft erprobt sowie evaluiert.

Erste Erfahrungen zeigen, es besteht ein hoher Bedarf an gesundheitlicher und konsumbezogener Unterstützung. Die Zielgruppe hat außerdem einen hohen Bedarf an Beratung zum Asyl- und Strafrecht. Ihre Lebenssituation ist, neben vielfältigen multiplen Problemlagen, insbesondere geprägt durch mangelnde Rechtssicherheit im öffentlichen Raum.

Ein wichtiges Anliegen im Projekt ist die Gewinnung von Migranten(selbst)organisationen für das Ziel, Stigmatisierungen und Diskriminierung von Menschen, die mit psychoaktiven Substanzen zu tun haben, zu überwinden. Grundlage dafür ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit verschieden Netzwerkpartnern, wie Straf-/Asylrechtsberatung, Drogenhilfe, Anbietern von Deutschkursen, Projekten zur beruflichen Integration und Ausbildung die auf geflüchtete Menschen spezialisiert sind und vieles mehr.

 

Kontakt

Fixpunkt e.V. / PaSuMi
Ohlauer Str. 22
10999 Berlin

Tel.
+49 (0) 30/616 755 887

Fax
+49 (0) 30/694 41 11

E-Mail:
pasumi@fixpunkt.org